Lerne mit Rückschlägen umzugehen!

 „Beim Jobsuchen darfst du die Hoffnung nicht aufgeben. Monatelang erhielt ich nur Absagen. Aber dann war der Erfolg auf einmal da.“ Frau S., Sachbearbeiterin

Worum geht’s?

Wenn das berufliche Ziel klar ist, gibt es auf dem Weg zum neuen Job zwei Hürden zu nehmen: die erste Hürde ist, eine Einladung zum Vorstellungsgespräch zu erhalten und die zweite Hürde ist, im Gespräch zu überzeugen. Um eine Einladung zum Gespräch zu erhalten, investieren Jobsuchende viel Zeit und Energie und deshalb ist es besonders frustrierend, wenn sie auf eine schriftliche Bewerbung eine Absage oder aber gar keine Antwort erhalten. Beides ist frustrierend und demotivierend. Absagen können verschiedenste Gründe haben, nicht immer hängen sie unmittelbar mit der eigenen Person zusammen: beispielsweise kann die Firma beschlossen haben, die Stelle intern zu besetzen oder die Firma hat festgestellt, dass die Person, die sie suchen, nun doch ein Schlosser statt einem Schweißer sein sollte usw.. Der Weg zum Job kann heute mehrere Monate dauern und dieser Weg ist gepflastert mit Absagen und Rückschlägen, sie sind ein fixer Bestandteil.

Die Frage, die sich nun stellt, ist: „Wie wollen Sie mit Absagen und Rückschlägen umgehen?“

Wenn Sie eine Absage erhalten oder einen Rückschlag erleiden, können Sie

  • entweder: sich ärgern, enttäuscht sein, resignieren und in weiterer Folge aufgeben
  • oder: sich ärgern, enttäuscht sein und trotzdem weiter machen.

Der Weg zum Erfolg führt nicht immer gerade nach oben, Rückschläge gehören dazu. Erfolgreiche Menschen sind nicht unbedingt deshalb erfolgreich, weil sie besser, klüger, schöner oder schneller als wir sind, sie sind erfolgreich, weil sie trotz Rückschläge weiter machen. Das heißt, Sie werden Ihr Ziel nur dann erreichen, wenn es Ihnen gelingt, konstruktiv mit Rückschlägen umzugehen!

 „Unsere größte Schwäche ist das Aufgeben. Der sicherste Weg zum Erfolg ist, es einfach nochmal zu probieren.“ Thomas Alva Edison

Wie kann ich mit Rückschlägen gut umgehen?

1. Akzeptieren Sie, dass es Rückschläge geben wird! Rückschläge und Scheitern gehören zur Jobsuche dazu. Kalkulieren Sie sie daher von Anfang an ein.

2. Ärgern Sie sich, aber beenden Sie die Phase des Ärgerns auch wieder. Schließen Sie die Phase des Ärgerns mit einer Aktivität ab, die Ihnen wieder Mut macht und Energie zum Weitermachen bringt.   Achte gut auf dich selbst

3. Machen Sie weiter! Nehmen Sie Ihren im Vorfeld erstellten Plan zur Hand, was steht als Nächstes auf Ihrer To-do-Liste? Wann wollen Sie dies erledigen?  Plan – unter: Gehe strategisch vor.

4. Analysieren Sie Ihre Absagen und Rückschläge, um daraus zu lernen. Beispielsweise könnten Sie bei der Firma, von der Sie eine Absage erhalten haben, anrufen und fragen, warum man sich nicht für Sie entschieden hat. Es kann sein, dass Sie dann erfahren, dass die Absage nicht ausgestellt wurde, weil Sie nicht qualifiziert genug sind, sondern dass sich die Firma - wie bereits erwähnt - für eine ganz andere Lösung entschieden hat. Oder Sie erhalten ein Feedback in Bezug auf Ihre Person und Ihren Auftritt und haben damit die Möglichkeit, etwas dazu zu lernen. Auch könnten Sie Ihre Bewerbungsstrategien mit fachkundigen Personen analysieren und damit die Rückmeldung erhalten, dass Ihre Strategie die richtige ist und Sie einfach nur geduldig sein müssen: Personalverantwortliche brauchen heutzutage oft drei Monate und mehr bis sie entscheidungsreif sind und eine offene Stelle neu besetzen. Oder Sie erhalten im Beratungsgespräch Tipps, wie Sie Ihre Strategie noch optimieren können.

5. Tauschen Sie sich mit Gleichgesinnten aus. Oft ist es leichter mit Enttäuschungen umzugehen, wenn man erfährt, dass andere ähnliche Erfahrungen machen. Meistens erfährt man beim Austausch aber nicht nur, dass es anderen bereits ebenso ergangen ist – auch sie haben Absagen erhalten – sondern auch Tipps, wie man gut weitermachen kann.

6. Führen Sie ein Erfolgstagebuch. Machen Sie am Ende oder aber zu Beginn einer Woche einen Zwischenstopp und reflektieren die Ereignisse der vergangenen Woche. Listen Sie auf, was Sie alles unternommen und gemacht haben, um Ihr Ziel zu erreichen.

7. Belohnen Sie sich – auch für kleine Erfolge! Viele werten erst eine Jobzusage als Erfolg. Aber um dieses Ziel zu erreichen, sind eine Vielzahl an Aktivitäten und Schritten notwendig. Demzufolge können Sie sich für die bereits getätigten Schritte belohnen, denn jeder Schritt hat Sie Ihrem Ziel näher gebracht!  Achte gut auf dich selbst

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8.1 ARBEITSBLATT So kann ich mit Rueckschlaegen umgehen
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