Der Lebenslauf

Worum geht ´s?

Mit dem Lebenslauf legen Sie Ihre beruflichen Leistungsdaten

  • vollständig
  • zweckmäßig geordnet und gewichtet
  • übersichtlich und mit relevanten Schlüsselbegriffen angereichert

dem Personaler vor und signalisieren so Ihre Jobeignung. Diese Leistungsdaten geben Auskunft über Ihre Praxiserfahrung, Ihr Durchhaltevermögen, Ihren Lernwillen und Ihren Arbeitseifer. Als Faustregel gilt: Nicht schönfärben, aber ins rechte Licht rücken!

Warum ist der Lebenslauf so wichtig?

Bewerben bedeutet, dem Personaler zuzuarbeiten. Der Lebenslauf ist Ihr Daten- und Faktenblatt zur raschen Informationsgewinnung. Die im Lebenslauf enthaltenen Daten werden vom Personaler ausgewertet, mit dem Anforderungsprofil und gegebenenfalls mit anderen Lebensläufen verglichen.

Eine schnelle Erfassbarkeit Ihrer Leistungsdaten ist hier ganz wesentlich. Denn: Personaler nehmen sich für einen ersten Eindruck, ob ein Bewerber oder eine Bewerberin für die ausgeschriebene Stelle grundsätzlich in Frage kommt, gerade einmal 6 Sekunden Zeit. In diesen 6 Sekunden sollten folgende Daten schnell aus Ihrem Lebenslauf abrufbar sein:

1. Ihr Name und der optische Eindruck, den Sie mit Ihrem Bewerbungsfoto vermitteln
2. Ihre aktuelle oder zuletzt ausgeübte Tätigkeit, die Positionsbezeichnung, in welchem Unternehmen Sie tätig waren und in welchem Zeitraum
3. Ihre zeitlich davor ausgeübte Tätigkeit, die Positionsbezeichnung, in welchem Unternehmen Sie tätig waren und in welchem Zeitraum
4. Ihre Ausbildung

Wie erstelle ich einen schnell erfassbaren Lebenslauf?

Um Ihre Daten übersichtlich und schnell erfassbar darzustellen, ist es zweckmäßig, den Lebenslauf tabellarisch aufzubauen. Verzichten Sie auf eine allzu kreative Verpackung. Ein kreatives Layout kann vom Personaler als Störmanöver aufgefasst werden, das vom Inhalt ablenken soll. Es ist jedoch der Inhalt, die Daten und Fakten in Ihrem Lebenslauf, die Auskunft über Ihre Jobeignung geben, nicht die Verpackung. 

Ihr tabellarischer Lebenslauf sollte vom Layout her in etwa so aussehen, wie andere, übersichtlich gestaltete und schnell erfassbare Lebensläufe auch aussehen.

Richten Sie Ihren Lebenslauf inhaltlich konsequent auf Ihr berufliches Ziel, auf die angestrebte Position, die angestrebte Tätigkeit aus. Die Leistungsdaten in Ihrem Lebenslauf sind Ihre Beweisführung, dass Sie für den Job, um den Sie sich bewerben, auch geeignet sind. 

Aufbau und Gliederung des tabellarischen Lebenslaufs:

Die persönlichen Daten sowie die angestrebte Position (Jobbezeichnung) stehen im ersten Drittel der ersten Seite Ihres tabellarischen Lebenslaufs. Die angestrebte Position entspricht auch dem Betreff in Ihrem Anschreiben. 

Unterhalb dieses ersten Drittels platzieren Sie die stärksten und überzeugendsten Argumente, die für Ihre Eignung sprechen:

  • Als Berufstätiger: Ihr aktuellen Job (Blocküberschrift daher Berufliche Praxis oder Berufliche Erfahrung)
  • Als Absolvent: Ihre aktuelle Ausbildung (Blocküberschrift daher Ausbildung)
  • Als schon länger Arbeitsuchender: Ihr Wissen und Können (Blocküberschrift daher Kenntnisse & Fähigkeiten)

Platzieren Sie anschließend die folgenden Datenblöcke: 

  • Weiterbildung
  • Ehrenamtliches Engagement, Mitgliedschaften

Geben Sie Hobbies und Interessen nur an, wenn diese Ihr Eignungsprofil stärken. Positiv wirken hier soziales, musisches und sportliches Engagement sowie alle Erfolge im Leistungssport.

Achten Sie beim Erstellen Ihres tabellarischen Lebenslaufs stets darauf, die folgenden Kriterien zu erfüllen:

  • Alle Abschnitte, die Ihren beruflichen Werdegang und Ihre Ausbildung betreffen, zeitlich markieren und monatsgenau abgrenzen
  • Alles, was auf Ihre fachliche Eignung, auf Ihre aktuelle Kompetenz verweist, wird mit zusätzlichen Daten über Ihre Aufgaben, Pflichten, Leistungen und Erfolge unterlegt und dadurch stärker gewichtet. Verwenden Sie Hauptwörter als Schlüsselwörter, die Anschauliches und Greifbares vermitteln. Treffen Sie keine Ich-Aussagen. Es zählen die Zuständigkeiten, Pflichten und Erfolge einer Tätigkeit, die thematischen Schwerpunkte einer Ausbildung
  • Alle Einträge, die mit Institutionen, Organisationen, Unternehmen zu tun haben: Vollständigen Namen und Ort nennen
  • Verzichten Sie auf alle Einträge, die keinerlei Aussagen über Ihre Arbeits- und Lernleistungen, über Ihr Wissen und Können oder über Ihr Engagement treffen und deren Fehlen im Lebenslauf keine zeitlichen Lücken hinterlassen

Die einzelnen Datenblöcke im Detail:

  • Persönliche Daten: Mit Vornamen und Nachnamen beginnen, gegebenenfalls Titel voranstellen. Straße; Postleitzahl, Ort; Telefonnummer; Emailadresse; Geburtsdatum; wenn zweckmäßig: Geburtsort, Staatsbürgerschaft, Familienstand, Religionsbekenntnis
  • Angestrebte Position: Das ist die Position, um die Sie sich bewerben. Alle nachfolgenden Daten in Ihrem Lebenslauf sind nun die Beweisführung, dass Sie für den Job geeignet sind
  • Berufliche Praxis: Mit der aktuellen bzw. zuletzt ausgeübten Tätigkeit beginnen. Zeitangabe von (Monat/Jahr) – (Monat/Jahr), Position bzw. Jobbezeichnung (laut Dienstzeugnis). Dann Name des Unternehmens, Rechtsform und Ort. Jobstationen mit Aufgaben, Pflichten, Projekten und Erfolgen benennen. Verwenden Sie hierzu Hauptwörter, die als Schlüsselbegriffe Greifbares oder Anschauliches benennen.
  • Ausbildung: Mit der aktuellen bzw. zuletzt absolvierten Ausbildung beginnen. Zeitangabe von – bis (Monat/Jahr), wichtige Ausbildungsstationen bzw. Projekte durch Auflistung inhaltlicher Schwerpunkte erläutern. Verwenden Sie hierzu Hauptwörter, die als Schlüsselbegriffe Greifbares oder Anschauliches benennen.
  • Weiterbildung: Mit der aktuellen bzw. zuletzt absolvierten Weiterbildung beginnen. Monatsgenau auflisten, inhaltliche Schwerpunkte erläutern. Verwenden Sie hierzu Hauptwörter, die als Schlüsselbegriffe Greifbares oder Anschauliches benennen. Weiterbildungen dienen dazu, die eigene Kompetenz in Bereichen wie Sprachen, EDV, Management, Kommunikation, Präsentation, Arbeitstechniken oder im eigenen Fachgebiet zu erweitern.
  • Kenntnisse & Fähigkeiten: Listen Sie hier neben EDV, Sprachen und Führerscheinen alle Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten auf, die Sie im Rahmen Ihrer Ausbildung, Weiterbildung und beruflichen Praxis erworben haben und die Ihre Jobeignung belegen. Listen Sie diese Schlüsselbegriffe ohne zeitliche Zuordnung auf.
  • Ehrenamtliches Engagement, Mitgliedschaften: Notieren Sie hier Ihr aktuelles ehrenamtliches Engagement bzw. Ihre Mitgliedschaften in Berufsverbänden, etc.

Geben Sie Hobbies und Interessen nur an, wenn diese Ihr Eignungsprofil stärken. Positiv wirken hier soziales, musisches und sportliches Engagement sowie alle Erfolge im Leistungssport. 

Beachten Sie, dass gefährliche Sportarten ein Ausschlusskriterium sein können. Zu den gefährlichen Sportarten zählen aber nicht nur Extremsportarten wie Klippenspringen oder Base Jumping. Aus der Unfallstatistik der österreichischen Versicherungen geht hervor, dass die drei gefährlichsten Sportarten hierzulande Fußballspielen, Skifahren und Radfahren sind.

Achten Sie beim Erstellen Ihres tabellarischen Lebenslaufs auch stets darauf, geeignete Schlüsselbegriffe zu verwenden. 

Schlüsselbegriffe sind berufsrelevante Stichwörter bzw. Fachausdrücke, die

  • die (maschinelle) Auswertbarkeit Ihres Lebenslaufes erleichtern
  • zeigen, dass Sie über Fachkenntnisse und Spezialwissen verfügen

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